Vorläufer des Steinschlosses war das Radschloss. Die Funktionsweise beider Schlösser ist ähnlich, der Feuerstein schabt an Metall und erzeugt Funken. Diese Funken entzünden ein Zündkraut (Mehlpulver), das Zündkraut ist die Initialzündung für die Treibladung, welche dann das Geschoss aus dem Lauf treibt. Obwohl das Radschloss mechanisch komplizierter erscheint bedurfte es noch weiterer physikalischer Erkenntnisse um ein funktionierendes Steinschloss zu entwickeln. Die auf den ersten Blick simple Technik hat es in sich.
Der Feuerstein ist zwischen zwei Lippen des Hahnes geklemmt. Damit der harte Stein den Hahn nicht beschädigt, ist der Stein in Leder eingeschlagen. Die vorgespannte Schlagfeder des Hahnes muss kräftig genug sein, um die nötige Kraft zum Funkenschlagen zu entwickeln.
Das Gegenstück, die Batterie besteht aus der Platte, auf die der Stein aufschlägt und dem Deckel, der die Pfanne aufdeckt. Der optimale Winkel mit dem der Stein aufschlagen soll, ist 120 °. Ist der Winkel zu flach entwickelt sich zu wenig Druck und es schlagen keine Funken. Ist der Winkel zu steil, kann der Stein brechen oder mehr als nötig abgerieben werden. Der Abriebdruck soll auf dem unteren, letzten Drittel der Platte am höchsten sein. So werden die meisten Funken nahe des Zündkrauts in der Pfanne erzeugt. Durch eine lange Anlaufstrecke zwischen Hahn und Batterie erreicht der Stein die nötige Geschwindigkeit.
Die Funken erzeugt nicht etwa der Stein, sondern die Metallplatte, auf die der Stein aufschlägt. Die Oberfläche muss fein strukturiert und hart sein, um möglichst kleine Funken, die schneller glühen, zu erzeugen. Das Material der Batterie muss aber auch möglichst weich sein um nicht zu brechen. Das konnte mit dem damaligen Stand der Metallverarbeitung nur dadurch erreicht werden, indem der Kohlenstoffgehalt des einfachen Stahls verändert wurde. Die nötige Härtung der Oberfläche des Feuerstahls erreichte man durch aufkohlen.
Trotz der exakten Geometrie war das Steinschloss billiger und wartungsfreier als die bisherigen Radschlösser. Die bisherigen Söldnerheere verwandelten sich im 18.Jahrhundert in Armeen mit einberufenen Bürgern. Anders als bei den Söldnern, die sich selbst um ihre Waffen kümmerten, musste nun eine Vielzahl von Rekruten mit billigen einfach zu bedienenden Schusswaffen ausgestattet werden. Das war wohl nicht der letzte Grund warum die Hauptwaffe der Infanterie bis in die Mitte des 19.Jahrhunderts Steinschlossgewehre mit Bajonett waren. Das als Treibladung verwendete Schwarzpulver verbrannte nur etwa zur Hälfte bei der Deflagration (Explosion im Lauf), der Rest wurde zu gleichen Teilen mit der Kugel aus dem Lauf geblasen oder blieb als Rückstand auf der Laufinnenfläche. Die Waffen konnten einsatzbedingt nicht nach jedem Schuss gereinigt werden. Um Störungen zu vermeiden, wurden untermassige Kugeln geladen. Der Lauf konnte den Kugeln keine präzise Führung geben. Bei vielen dieser Gewehre wurde gleich auf ein Visier verzichtet. Würde man mit einem damaligen Gewehr aus 100 Metern Entfernung auf eine Zielscheibe von 2 Metern Höhe und 30 Metern Breite schießen, hätte man eine 50% Chance die Fläche zu treffen. Die fehlende Präzision versuchte man durch erhöhte Feuerkraft auszugleichen. Die Soldaten traten in Pelotons zu je drei Linien hintereinander an. So konnte immer eine Linie eine Salve schießen, während die anderen Linien mit dem Nachladen der Vorderlader beschäftigt waren. Die preussische Armee erhöhte durch Drill die Feuergeschwindigkeit. Soldaten einiger Regimenter schafften es aus einem Steinschloss - Vorderlader in der Minute fünf Schüsse abzugeben.
Bei der Besiedelung des amerikanischen Kontinents spielten Steinschlossgewehre die entscheidende Rolle. Das einfache robuste Schloss war zu dieser Zeit auch in Amerika vorherrschend und wurde im Unabhängigkeits- und Bürgerkrieg verwendet.
Die Blütezeit des Steinschlosses fiel in den Barock und Rokoko. Diese Epoche ging auch an die Büchsenmacher nicht spurlos vorbei. Es gibt aufwändig verzierte Jagd-, Prunk-, und Duellwaffen aus dieser Zeit die nicht unerwähnt bleiben dürfen. Diese prächtigen, heute begehrten Sammlerwaffen sind mit den schlichten Infanteriewaffen nicht vergleichbar.
Der Dubliner Büchsenmacher Joseph Hall fertigte 1770 einen achtschüssigen Revolver mit Steinschlosszündung. Jede Kammer der Trommel hatte eine eigene Pfanne die mit einem kleinen Schiebeverschluss abgedeckt war. Die Trommel wurde mit der Hand weitergedreht bis die nächste Kammer vor dem Lauf und die entsprechende Pfanne mit Zündkraut unter dem Feuerstahl des Steinschlosses war. Bei Langwaffen gab es ein System des Italieners Lorenzoni, dabei wurden Kammern vorher mit Kugel und Pulver befüllt. Beides fiel dann beim Weiterdrehen in den Lauf des Gewehres.
Schiessen mit Steinschloss war aber bei allen System bei Regen oder starkem Wind nicht möglich. Das änderte sich erst mit den darauffolgenden Perkussionswaffen.
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Siegfried Stark ist Waffenhändler und leidenschaftlicher Jäger. Das bekommen wir durch seine Telefonate während unseres Besuchs mit. Langjährige Erfahrung machen ihn zum Ansprechpartner für viele Jäger und Förster. Außerhalb Frankens ist er auch aktiv, |
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Das aktuelle Deutsche Waffengesetz (WaffG) in der Fassung vom 17.07.2009 |
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Nethanjahu besucht Anfang Juli Barak Obama in Washington. Mit seinem fehlgeleiteten Gepäck verschwinden vier Glock Pistolen zwischen New York und Los Angeles. U.S. - Behörden ermitteln. |
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Vom 29.07. bis 11.08.2010 war München der Austragungsort der 50. ISSF Weltmeisterschaft im Sportschiessen. Die Wettkämpfe in der Olympiaschiessanlage in Garching -Hochbrück wurden durch den Deutschen Sportschützenbund e.V. ... |
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Europäische Meisterschaft IPSC mit 1200 Teilnehmern, über 24 Stages in den Klassen Open, Modified, Standard, Revolver und Production in Belgrad. |
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Über 3 Stages mit jeweils 5 Strings / 75 Schuß in 76661 Philippsburg, Am Schießstand 1. |
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Match über 4 Stages im Düsseldorfer Schiess-Sport-Zentrum in 40235 Düsseldorf, Altenbergstrasse 99a |
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Das Steinschloss im GesetzNach dem Waffengesetz von 2009 (Anlage 2", Unterabschnitt 2, 1.7 und 5.1) dürfen einläufige Waffen deren Model vor dem 1.Januar.1870, wie das z.B. das Steinschloss, ohne Erlaubnis ab dem Mindestalter von 18 Jahren besessen, erworben und gehandelt werden. |